Donnerstag, 18. Januar 2018

Püpü, das kleine Püppchen

Ganz früher einmal habe ich kleine Waldorfpüppchen genäht, was ich gerne mal wieder aufleben lassen wollte. Daher habe ich mir Puppenjersey und Puppenhaar gekauft und mich auf die Suche nach meinem Buch und Zubehör gemacht. Natürlich habe ich das Material nicht gefunden, irgendwo auf dem Dachboden in einer Kiste schlummert es bestimmt. Während der Suche kam mir eine Anleitung bei der 2-Euro-Aktion von Makerist in die Quere, die mich direkt an mein Vorhaben erinnerte.

Das Schnittmuster Püpü von Unikatze sah so süß aus und musste unbedingt ausprobiert werden.

Für wen ich es genäht habe? Ja klar, für mich natürlich!

Der Körper war schnell gemacht. Für das Kleidchen habe ich tief in der Restekiste gewühlt und diesen zarten Stoff gefunden. Ich weiß schon gar nicht mehr, was ich mir daraus genäht hatte. Eine Bluse? Ich mag die Kombination aus dem groben Strickstoff für Mütze, Schal und Söckchen und das luftige Kleidchen.

Für das Gesicht habe ich Textilstifte benutzt, die ich vor Wochen mal bei Ikea für kleines Geld mitgenommen hatte.

Puppenjersey und Wolle kamen also doch noch zum Einsatz. Falls mir mein Buch mit den Waldorfpüppchen noch begegnet, es ist noch genügend Material übrig.

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Dienstag, 16. Januar 2018

Der Trick mit der 1/4 Inch Nahtzugabe

Meine Zwangspause ist zu Ende


Ich bin ja noch gar nicht mit meinem Quilt für 2017 fertig, drei Blöcke fehlen mir noch. Erst hatte ich vor, diese erst zu vollenden, bevor ich mit dem neuen Quilt für 2018 beginne.

Nun habe ich aber entschieden, mit der Reihe für den Januar schon zu beginnen. Im letzten Jahr musste ich nach dem April pausieren, weil meine Maschine nicht mehr wollte. Aus Erfahrung der ersten vier Monate weiß ich aber noch, dass ich schon zu Beginn des Monats fertig war mit der Aufgabe und sehnsüchtig auf den nächsten Ersten gewartet habe.

Januarthema Herzen


Daher habe ich beschlossen, doch schon jetzt mit den kleinen Herzblöcken zu beginnen, bis zum nächsten Monatsthema bleibt bestimmt noch Zeit, den 2017-er zu vollenden.

Während des Nähens habe ich mal ein paar Fotos gemacht, um euch zu zeigen, warum ich meine alte Maschine unbedingt zum Patchworken brauche. Vielleicht könnt ihr diesen Tipp auch nachmachen.

Die Sache mit der Nahtzugabe


Bei den 6 Köpfen wurde vor einem Jahr bei Start des Quilt-Alongs erklärt, wie man die Nahtzugabe von 1/4 Inch hinbekommt. Entweder kauft man sich einen entsprechenden Inch-Nähfuß, man klebt Washitape auf die Stichplatte oder man stellt die Nadel soweit nach rechts, dass die Nahtzugabe bis zur Nähfußkante genau 1/4 Inch beträgt.
Alle Möglichkeiten kamen für mich nicht in Frage, denn ich wollte ja erst mal ausprobieren, ob mir das Patchworken noch liegt, da kaufe ich nicht gleich einen neuen Nähfuß. Die Nadel lässt sich bei mir auch nicht verstellen und das Washitape sieht man unter dem Nähfüßchen nicht.

Meine Lösung für alte Schätzchen


Eine andere Lösung musste her. Da fielen mir die Möglichkeiten meiner alten Maschine auf.
Wenn ihr auch so ein Schätzchen zu Hause habt, schaut mal in die Zubehörkiste. Da findet ihr bestimmt so einen gebogenen Haken mit Schraube, das ist eine Führungsschiene. Diese und ein Patchworklineal sind alles, was ihr braucht, um die Maschine richtig einzustellen.

Zuerst wird die Nadel ganz nach links gestellt. Das machst du mit diesem Hebel, bei mir ist das Position 3.

Dann legst du das Patchworklineal so unter den Nähfuß, dass die Nadel genau bei 1/4 Inch steckt.

Positioniere die Führungsschiene genau an der Kante des Lineals und fixiere es mit der Schraube.

Die Nadel hat nun genau einen Abstand von 1/4 Inch zur Schiene, also die perfekte Nahtzugabe zum Patchworken.

So kann ich wieder loslegen und endlich weiter an meinem Quilt arbeiten.

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Donnerstag, 11. Januar 2018

Spitzensöckchen die begeistern

Schon lange spiele ich mit dem Gedanken, mir neue Söckchen zu nähen und zwar aus Spitze.
Bisher habe ich nicht das richtige Material gefunden. Außerdem war ich mir nicht sicher, wie ich das aus Spitze verwirklichen sollte und habe mich ein bisschen umgesehen.

Eigentlich habe ich ja ein Schnittmuster (das von Einfach Pellotta, was ich hier schon einmal vorgestellt habe) mit dem ich sehr zufrieden bin. Dann sah ich bei der Makerist-Aktion das Titelbild von b.e.geistert und darauf genau die Spitzensöckchen, die ich mir gewünscht habe. Also habe ich mir diese Anleitung auch noch gekauft, um vielleicht Tipps zum Nähen mit Spitze zu bekommen. Im eBook war dazu nichts zu finden aber die Facebookseite von der Probenäherin I sew BELLE der besonderen Söckchen war genannt und ich habe Kontakt zu ihr aufgenommen, um zu erfahren, was ich beim Material beachten muss.


Natürlich muss die Spitze elastisch sein, die Sohle und die Fußspitze wollte ich auch aus Jersey nähen. Das Tolle an dem Schnittmuster ist, dass die Aufteilung in den Schnittteilen schon vorgegeben ist. Der Zuschnitt geht dadurch also ganz leicht.
Nicht so leicht war das Nähen. Bisher habe ich noch nie mit Spitze gearbeitet und trotz Overlockmaschine ergaben sich ein paar Schwierigkeiten. Mal sehen, wie lange die Söckchen halten, denn an den Nähten gucken schon ein paar Fäden heraus, die sich aus der Spitze gelöst haben.

Trotzdem finde ich sie sehr schick. Habt ihr ein paar Tipps zur Verarbeitung der Spitze für mich? Ein bisschen Material habe ich noch und könnte noch mindestens ein Paar nähen.

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Dienstag, 9. Januar 2018

Ein Tuch für Kira

Die Gelegenheit, für ein Tier zu nähen, habe ich ja eher selten, so befindet sich in meinem näheren Umfeld nur eine griechische Landschildkröte.


Es ist also eine Seltenheit, dass ich einen Hund benähen darf. Die kleine Kira ist eine kleine alte Dame und sollte ein neues Halstuch bekommen.


Als Vorlage hatte ich ein altes Tuch von ihr. Den Schnitt habe ich einfach abgezeichnet.

Vorgegeben war nur, die Farben sollten zur Fellfarbe passen und auf einer Seite sollte nach Möglichkeit der Name sein.


Ich habe auf einer Seite rosa gewählt und mit etwas BlingBling verziert und die andere Seite aus gemustertem Jersey.

Steht ihr doch gut, oder?


Verlinkt bei Handmade on tuesday und Creadienstag

Donnerstag, 4. Januar 2018

Neue Chance für ein altes Schätzchen - meine neue Pfaff 230

Wenn man Taschen näht, braucht man eine starke Maschine.
Meine alte Pfaff Stretch&Jeans ist richtig kräftig, aber ich wollte gerne einen grauen Elefanten. Diese alten Pfaff aus den 50er Jahren sollen ja unschlagbar sein.

Zuerst habe ich eine Pfaff 260 Automatik gekauft. Sie nähte super, aber die Automatik ließ sich nicht bedienen und selbst die Pfaffwerkstatt wollte nicht so richtig daran.
Laut der Maschinennummer wurde sie im Jahr 1957 gebaut.
Das Alter eurer eigenen Maschine findet ihr auf dieser Internetseite heraus. Ein Besuch lohnt sich.



Dann sah ich im Internet diese 230 inklusive Originalschrank. Die Bilder sahen schon vielversprechend aus und in Natura was sie einfach umwerfend. Nicht ein Stäubchen war im Inneren zu sehen.

Leider fehlte das Fußpedal und ich dachte, das bekommt man bestimmt im großen Auktionshaus.
Da begann die große Suche, die über Wochen erfolglos blieb. Im Endeffekt habe ich ein neues Pedal mit falschem Stecker gekauft, dann noch eine 230 mit passendem Stecker, die ansonsten aber total auf ist und mein Mann hat mit fachkundiger Hilfe den Motor umgebaut.

In dieser Woche kam ich nun endlich dazu, sie in Betrieb zu nehmen. Da es schon ein paar Jahrzehnte her ist, dass auf ihr genäht wurde, war sie trotz des extrem guten Zustands ziemlich verharzt.
Der Zickzackeinstellgriff D ließ sich nicht bewegen und die Automatik war nicht zu gebrauchen.

Zum Glück habe ich im Internet (Facebookgruppe Ein neues Leben für eine alte Nähmaschine) eine tolle Anleitung gefunden, um selbst genau diese Reparatur durchzuführen. Wenn ihr es auch einmal probieren wollt, hier findet ihr sie. Vielen Dank, Martin Obenaus, für diese hilfreiche Arbeit.
Man braucht dazu WD-40, einen Schraubendreher, einen Fön und zum Schluss Maschinenöl. Außerdem einige Tücher zum Abdecken der Unterlage.

Mit dieser Reparaturanleitung habe ich zuerst den Zickzackeinstellgriff wieder hinbekommen, er lässt sich wieder butterweich verstellen.

Durch dieses Erfolgserlebnis hat mich der Ehrgeiz gepackt und ich wollte unbedingt die Automatik auch noch schaffen. Natürlich hatte ich ordentlich Respekt vor der Aufgabe, aber Schritt für Schritt war es möglich, die komplette Automatik auszubauen, mit WD-40 und anschließend mit Maschinenöl zu behandeln und wieder einzubauen.

Dann wurde es spannend: Das Einnähen! Hat es funktioniert? Volle Enttäuschung! Wieder nähte die Maschine nur geradeaus oder Zickzack. Aber so schnell gebe ich nicht auf. Noch einmal die Anleitung studiert, habe ich den Fehler doch noch gefunden. Vielleicht ist das bei eurer Automatik auch das Problem, denn in der Anleitung ist es leider schnell überlesen.

Der Stichstellerhebel f muss so eingestellt werden, dass die Stichlänge so niedrig ist, so dass der Transporteur so eben den Stoff weitertransportiert. Ich habe es ausprobiert, bei mir war es genau in der Mitte zwischen 0 und 1 am besten.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Mein Musterläppchen gefällt mir so gut, dass ich es bei RUMS verlinken möchte, denn es tut mir sehr gut, dass ich es für mich genäht habe ;)
Vielleicht konnte ich euch auch Mut machen, die Anleitung einmal selbst auszuprobieren.

Zum Schluss möchte ich euch noch zeigen, was noch dabei war, bei dieser tollen Maschine.
Alles Original: Blechdose mit Zubehör, Bedienungsanleitung, Nahttrenner, Schraubendreher, Musterwählscheibe
 In der Dose befinden sich einige Nähfüße , Werkzeug und eine super scharfe Schere
 Alte Heftchen aus den 50er Jahren (Nähmöbelkatalog, Nähtipps, Anleitung für Monogramme)
 Werbekataloge von einem Nähgeschäft aus Duisburg
 Original Begleitkarte der Endkontrolle meiner Maschine aus dem Pfaff-Werk Duisburg
 Der Original Musterlappen der Endkontrolle von der Zierstichautomatik
Nähnadeln in uriger Papierhülle und weiterer Nachschub original verschweißt

Ich weiß schon, was ich als erstes auf ihr nähe, das zeige ich euch später mal.
Und nun viel Spaß beim Selbermachen. So schwer war es nicht.

Dienstag, 2. Januar 2018

Taschen Sew Along 2017 Rückblick

Jetzt, Anfang 2018, habe ich erst mal realisiert, dass es den Taschen Sew Along Greenfietsen und 4Freizeiten nicht mehr geben wird.
Das bedaure ich sehr, denn er hat mich jetzt schon das zweite Jahr begleitet und im vergangenen Jahr habe ich fast jeden Monat geschafft, teilzunehmen.
Taschen sind ja nun mal meine große Leidenschaft und so war es jeden Monat wieder toll, sich etwas zum Motto zu überlegen.

Hier ist mein kleiner Jahresrückblick:


Januar Stoffbeutel


Die Adventskalendertasche von Farbenmix ist ein tolles Highlight im Dezember. Anfang Januar bin ich dann endlich damit fertig geworden, die Packs ein, eine große Beuteltasche.

Februar Ordnunghelfer


In diesem Monat habe ich zuerst für meine Klasse und dann für mich genäht, bzw. für meine Tochter. Die Handygarage ist selbst kreiert, das Schnittmuster Zweifach von Marelibo habe ich bei einem Preisausschreiben gewonnen.
Dann brauchte ich noch ein Geburtstagsgeschenk für meinen Vater. Individuell auf seine Bedürfnisse abgestimmt ist dieses Kissen entstanden, für das ich einen Bezug vom Möbelschweden umgearbeitet habe.




März Patch It!


Eine Nebenwirkung eines anderen Sew Alongs, die 12 Blöcke der 6 Köpfe, ist die Gestaltung meiner Mappenhülle.

April Mit Knopf


Da habe ich gedacht, ich setze mal aus, dann kam die Idee mit dem Tee-Etui für eine Freundin und ein Knopf musste her. Da der Freundin das Etui gestohlen wurde, hatte ich noch einmal die Gelegenheit, das gleiche Täschchen noch einmal zu nähen, was ich hier gezeigt habe.


Mai Geschrumft

Im Mai habe ich wirklich ausgesetzt.

Juni Tierisch gut!


Ist das mein Thema? Nein, habe ich gedacht, dabei hatte ich das Windeltäschchen mit passender Aufbewahrung für den Schnuller gerade genäht und gar nicht daran gedacht, dass auf dem Stoff Tiere sind. Passt.


Juli Ahoi! Jetzt wird´s maritim


Das Thema könnte ich jeden Monat haben, passt also ohne Probleme. Entstanden ist eine eReader Hülle nach meinem eigenen Schnittmuster für das Tablet meiner Tochter.


August Mäppchen und Etuis


Kleine Täschchen gehen auch, wenn man gerade nicht so viel Zeit hat, meine Conne nähe ich ja schon im Schlaf. Außerdem bot sich an, im Urlaub mit der Hand zu nähen, dabei ist das kleine Nähtäschen entstanden. Nach dem Urlaub ist dann noch das Minitäschchen aus Grubentuch entstanden.




September SnapPap, Kork & Co.


SnapPap ist mein Lieblingsmaterial, daraus etwas zu nähen ist eine Leichtigkeit (hier eine Handyladetasche nach meinem eigenen Schnittmuster), vor Kork habe ich mich aber bis zu dem Motto gedrückt, da das Material nicht gerade günstig ist, seit der Creativa aber bei mir lagert. Dank Taschen Sew Along habe ich das Schlampermäppchen von meiner to Sew Liste aus Kork genäht.


Oktober Mein Stoffdesign


Mit dieser Tasche habe ich sogar einen Preis gewonnen. Details könnt ihr hier lesen.


November Weihnachten


Wie vereinbart man Weihnachtsstoffe mit Taschen, die man aber das ganze Jahr tragen will? Der edle Unistar schreit förmlich nach Glitzer. So enstand meine Weihnachtstasche.


Dezember Sterne


Zum Abschluss des Jahres habe ich sogar noch zwei Taschen geschafft. Liv ist in dem Probenähen von Unikati entstanden und mein Periodensystem ist als Geschenk genäht worden.




Die Mottos der einzelnen Monate werden mir 2018 sehr fehlen. Ich werde mir neue Herausforderungen suchen und sicher weiter Taschen nähen.


Vielen Dank für diese tolle Aktion!

Verlinkt bei Taschen Sew Along, Creadienstag,